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Ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg der Selbsthilfe in Würzburg

Ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg der Selbsthilfe in Würzburg

Das Uniklinikum Würzburg ist als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet worden.
Wir vom Kreuzbund konnten durch unsere zuverlässige Mitarbeit in den Qualitätszirkeln mit dazu beitragen!

Der Lohn eines mittlerweile gut einjährigen kooperativen Prozesses: Das bundesweite Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ zeichnete das Uniklinikum Würzburg bei einem Festakt in Gegenwart von Landtagspräsidentin a.D. Barbara Stamm und Oberbürgermeister Christian Schuchardt als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ aus.
Wir waren dabei! Nach dem Festakt versammelten sich „Kreuzbündler“ und Mitarbeiter des Aktivbüros der Stadt Würzburg, die den Anerkennungsprozess moderiert hatten, zu einem Erinnerungsfoto:

Mitglieder des KJreuzbundes bei den Feierlichkeiten

v. l. n. r. Sabine Klingert Aktivbüro Stadt Würzburg, Barbara Maier KB Gruppe Würzburg 4 Grombühl, Thomas Maier KB Gruppe Würzburg 4, Christian Holzinger Leiter Aktivbüro Stadt Würzburg, Arnd Rose KB Regionssprecher Region 2, Cilli Paul KB Würzburg 4 Grombühl, Thomas Paul KB Würzburg 4 Grombühl, Susanne Wundling Aktivbüro Stadt Würzburg, Georg Badura KB Gruppe Würzburg 7, Werner Müller KB Gruppe Würzburg 7, Armin Reuther KB Gruppe Kitzingen 1 DV – Vorstandsmitglied, Manfred Marold KB Gruppe Lohr 1. Foto: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg

 

Das Datum für die Anerkennungsfeier war mit Bedacht gewählt: Am 5. Dezember 2019, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, überreichte Antje Liesener, Koordinatorin des bundesweiten Netzwerks „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung im Gesundheitswesen“ die Urkunde zum „Selbsthilfefreundlichen Krankenhaus“ an Prof. Dr. Georg Ertl, den Ärztlichen Direktor des Uniklinikums Würzburg (UKW). Dies war der vorläufige Höhepunkt eines aufwändigen Prozesses, in dem das unterfränkische Krankenhaus der Supramaximalversorgung seit gut einem Jahr danach strebt, seine Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe noch weiter zu optimieren.

Geehrte Mitglieder zur langjährigen Mitgliedschaft im Kreuzbund Diözesanverband Würzburg

Mitstreiterinnen und Mitstreiter auf dem erfolgreichen Weg zum Selbsthilfefreundlichen Uniklinikum Würzburg (UKW) sowie Gratulanten: (v.l.:) Christian Holzinger (Aktivbüro der Stadt Würzburg), Andreas Selig (Paritätischer Wohlfahrtsverband Bezirksverband Unterfranken), Dorothea Elrich und Dr. Renate Fiedler (Selbsthilfevertreterinnen des UKW), Kathrin Speck (Paritätischer Wohlfahrtsverband Bezirksverband Unterfranken), Barbara Stamm (Landtagspräsidentin a.D.), Christian Schuchardt (Oberbürgermeister der Stadt Würzburg), Dr. Hülya Düber (Sozialreferentin der Stadt Würzburg), Gabriele Nelkenstock (externe Selbsthilfebeauftragte des UKW), Antje Liesener (Koordinatorin des Netzwerkes „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung), Dr. Gerhard Schwarzmann (Leiter der Stabsstelle Qualitätsmanagement des UKW), Susanne Wundling (Aktivbüro der Stadt Würzburg), und Susanne Just (Stabsstelle Kommunikation des UKW). Foto: Angie Wolf / Uniklinikum Würzburg

 

Als Leitschnur auf diesem Weg dienten vom Netzwerk „Selbsthilfefreundlichkeit und Patientenorientierung“ vorgegebene Qualitätskriterien. Diese wurden von Vertreter/innen aus Selbsthilfegruppen, von Mitarbeiter/innen der Selbsthilfekontaktstellen des Aktivbüros der Stadt Würzburg und des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Unterfranken e.V. sowie von UKW-Beschäftigten in den vergangenen Monaten gemeinsam mit Leben gefüllt.

Selbsthilfe als anerkannter Partner in der Patientenbetreuung

„Wir sind nicht mehr dasselbe Krankenhaus wie vor dem Prozess für die heutige Auszeichnung“, sagte Prof. Ertl vor den rund 200 Gästen des Festakts im Hörsaal des Zentrums für Operative Medizin des UKW. So seien die Voraussetzungen geschaffen und vielfach schon umgesetzt worden, dass von nun an das Erfahrungswissen und die Betroffenenkompetenz der Selbsthilfe noch stärker und strukturierter in das ärztliche und pflegerische Handeln am UKW einfließen können. Dr. Renate Fiedler, eine der beiden Selbsthilfevertreterinnen des UKW, drückte es so aus: „Die Selbsthilfe hat ihr Schattendasein beendet und ist nun ein anerkannter Partner in der Patientenbetreuung am Uniklinikum Würzburg.“

Antje Liesener betonte in ihrer Ansprache die gewaltigen Dimensionen, die ein solcher kooperativer Prozess an einem so großen Krankenhaus, wie dem UKW, einnimmt. „Diese Auszeichnung ist wortwörtlich schwer verdient“, unterstrich die Netzwerkkoordinatorin und fuhr fort: „Sie signalisieren damit: Bei uns steht wirklich der Mensch im Mittelpunkt.“

Weitere Zitate von Redner/innen des Festakts:

„Die Selbsthilfe ist eine wichtige Stütze im Gesundungsprozess. Über das sogenannte Empowerment hat sie nachweislich positive Effekte auf die Lebensqualität und -länge der Betroffenen.“
Prof. Dr. Georg Ertl, Ärztlicher Direktor des Uniklinikums Würzburg

„Die Auszeichnung des Uniklinikums Würzburg ist ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg der Selbsthilfe in Würzburg.“
Christian Schuchardt, Oberbürgermeister der Stadt Würzburg.

„Heute ist nicht der Abschluss, sondern ein Schritt in einem Prozess.“
Dr. Hülya Düber, Sozialreferentin der Stadt Würzburg

„Ich hoffe, dass das Uniklinikum Würzburg als Leuchtturmprojekt in die gesamte Region ausstrahlt.“
Kathrin Speck, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands in Unterfranken

„Heute wissen auch die Krankenkassen: Wenn es die Selbsthilfe nicht gäbe, müsste man sie erfinden. Das war nicht immer so.“
Barbara Stamm, Bayerische Landtagspräsidentin a. D.

für den Kreubund Würzburg:
Manfred Marold

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen im DV Würzburg

Mitgliederversammlung mit Neuwahlen im DV Würzburg

Der neue Vorstand:
von Links: Edgar Grein, Elvira Hertwig, Gerald Krieger, Hans-Wolfgang Reichel, Berthold Schmitt, Arnd Rose, Armin Reuther, Reinhold Stäblein, Kerstin Burkert, Laura Endner, Sigrid Dengel, Bernhard Kessler und Wolfgang Hetz
Foto: Edgar Grein

 

Neuwahlen des Vorstandes im Diözesanverband Würzburg im Rahmen der Mitgliederversammlung

 

Gerald Krieger, 1. Vorsitzender, begrüßte am 16. März 2019 etwa 90 Kreuzbundmitglieder zur Mitgliederversammlung des DV Würzburg, die alle drei Jahre stattfindet.

Ein weiteres Grußwort wie auch die geistliche Einstimmung richtet der Vorsitzende des Diözesancaritasverbandes Domkapitular Clemens Bieber an die anwesenden Mitglieder.

Der 2. Vorsitzende, Berthold Schmitt berichtet rückblickend von der steigenden Herausforderung an die Vorstandschaft. Der Wechsel in der Geschäftsführung, der überraschende Tod von Harm Boontjes, wie auch der Ausfall des bis dahin 2. Vorsitzenden Jürgen Weigel machten es der Vorstandschaft nicht gerade einfach, den laufenden Betrieb aufrecht zu erhalten. Aufgrund dieser Reihe von Ereignissen wurde der Aufgabenbereich der Geschäftsführung in drei Bereiche aufgeteilt:

  • Finanzen und EDV
  • Seminarverwaltung
  • Die Leitung der Geschäftsstelle in Würzburg

Weitere Berichte aus den einzelnen Arbeitsbereichen wie auch der Revisoren brachten die anwesenden auf den neuesten Stand.

 

Nach diesen Vorstellungen und Ausführungen wurde der Vorstand des DV Würzburg neu gewählt, was ja auch die Kernaufgabe der Mitgliederversammlung ist.

Das Ergebnis sieht wie folgt aus:

Für den geschäftsführenden Vorstand wurde Gerald Krieger als 1. Vorsitzender und Berthold Schmitt als 2. Vorsitzender bestätigt. Neu gewählt wurde Kerstin Burkert als Geschäftsführerin, die dieses Amt bis dahin Kommissarisch geleitet hat.

Bestätigt wurden auch die Beisitzer Bernhard Kessler, Bildung und Schulung, Elvira Hertwig, Geschlechterspezifische Arbeit, Armin Reuther, Altersspezifische Arbeit, Edgar Grein, Öffentlichkeitsarbeit und Sigrid Dengel als Schriftführerin. Neu dabei ist Laura Endner für den jungen Kreuzbund. Sie löst Roland Bayer ab, der nicht mehr Kandidierte.

Weiterhin sind zuständig: für die Seminarverwaltung Wolfgang Hetz in Zusammenarbeit mit Bernhard Kessler und Jürgen Hartmann für die Leitung der Geschäftsstelle.

 

Herzlichen Dank an alle, die an der Mitgliederversammlung teilgenommen haben, um so „unseren Kreuzbund“ mit Leben zu füllen.

Für den DV Würzburg

Edgar Grein

Öffentlichkeitsarbeit

 

Erste Alkoholfreie Faschingssitzung in Würzburg – Unterdürrbach

Erste Alkoholfreie Faschingssitzung in Würzburg – Unterdürrbach

Im Bild: Tina Meeks von „Phönix“ und Werner Müller vom Kreuzbund bei der Bütt „Die Entbindung“
Bild: Hannah Pfriem (Dürrbacher Kaviar)

 

 

 

 

 

 

 

Tolle Prunksitzung

und beste Faschingstimmung mit der  Faschingsgesellschaft  „Dürrbacher Kaviar“     

Närrische Vorgeschichte – ein mutiger Schritt

Am 16. Feb. 2019 war es soweit – nach langer Vorlaufzeit  und Organisation fand in der Turnhalle des TV-Unterdürrbach die erste  Würzburger alkoholfreie Faschingssitzung statt.

Die Idee einer solchen Sitzung wurde bei dem Gesundheitstag des Aktivbüros der Stadt Würzburg  im Jahr 2016 geboren. Damals hatte ich, Werner Müller, Kreuzbundmitglied der Würzburger Gruppe VII und die Gruppenleiterin von„Phönix“ Bärbl Puls, die Idee, eine alkoholfreie Faschingssitzung zu organisieren.

In den Faschingskampagnen 2016-2017 und 2017-2018 waren ich und meine Ehefrau Petra die Symbolfiguren

„ Ritter von Schenken Werner I.  und Burgfrau Petra I.“

im Unterdürrbacher Fasching (hierüber habe ich einen Bericht geschrieben). Bei allen Empfängen und Einladungen habe ich mich zu meiner Abstinenz bekannt und alkoholfreie Getränke zu mir genommen. Dies stieß auf großen Respekt, sowohl in meiner Faschingsgesellschaft als auch bei  den Gästen, mit denen wir im Fasching in Kontakt waren.

Ich habe diese Idee einer alkoholfreien Sitzung in meiner Faschingsgesellschaft vorgebracht. Das Präsidium war sofort begeistert und hat den Vorschlag aufgenommen.

Kreuzbund und Phönix machten es gemeinsam möglich

So wurde die Idee einer Alkoholfreien Sitzung mit Unterstützung vom Kreuzbund DV Würzburg und der Gruppe Phönix Würzburg in die Tat umgesetzt. Nachdem die Session 2017-2018 kurz war und die Termine eng waren, wurde der Termin auf diese Kampagne verschoben. Als Datum wurde der 16.2.2019 festgelegt.

Ab  August wurde dann mit den Info`s und dem Schriftverkehr an die Vorstandschaft, Regionsprecher und Gruppenleiter begonnen.  Auch mit „Phönix“ stand ich in ständigem Schriftverkehr: wer macht was, wer besorgt was etc.  Auch die PSP in Würzburg , das Aktivbüro der Stadt Würzburg  und andere Selbsthilfeorganisationen wurden informiert bzw. eingeladen. Eine Pressemitteilung wurde veröffentlicht, Interview`s mit dem örtlichen Radiosender Radio Gong bzw. Charivari und dem Bayerischen Rundfunk wurden gegeben. Plakate wurden gedruckt und in der Stadt verteilt. Auch mit dem Kreuzbund Bad Neuenahr stand ich in Kontakt, die solche Sitzungen seit mehreren Jahren veranstalten. Ein Musikerkollege, der in der Suchtberatungsstelle der AGJ  (AGJ Fachverband für Prävention und Rehabilitation der Erzdiözese Freiburg e.V) für den Raum Tauberbischofsheim tätig ist, hat die Idee aufgegriffen und in seiner Region dafür geworben. Somit war für Werbung gesorgt.

Nach schlaflosen und unruhigen Nächten, ob alles klappt und der Ungewissheit, ob überhaupt jemand kommt, rückte der Tag X immer näher. Zu meiner Überraschung muß ich jedoch sagen, daß der Kartenvorverkauf sehr gut gelaufen ist und so war ich doch frohgelaunt und guter Dinge.

Unvorhergesehenes wurde gemeistert!

Als dann jedoch die Hiobsbotschaft ankam, daß kurzfristig Helfer, die sich bereit erklärt hatten, zu bedienen,  ihre Teilnahme absagten, war ich wieder am Boden zerstört und wollte alles hinschmeißen. Doch es half alles nichts, der Abend rückte näher. Ês konnten jedoch mit Hilfe vom Dürrbacher Kaviar kurzfristig Bedienungen besorgt werden.  Am Abend vor der Veranstaltung habe ich dann noch  kurzfristig  Hilfe zum Bedienen gefunden.

So erklärten sich Mitglieder der Gruppe Phönix und die Ehefrau Eva von Manfred Marold spontan bereit, dies zu übernehmen. Diese spontane Geste hat mich sehr berührt und ich mußte – zwar versteckt – eine Träne abwischen. An dieser Stelle nochmals meinen herzlichen Dank an alle Helfer. Danke sagen möchte ich auch an Tina Meeks von Phönix, die mir bei der Vorbereitung zur Seite gestanden ist und sich bereit erklärte, mit mir einen Sketch aufzuführen (Inhalt war die Problematik einer Geburt, bei der sie die Hebamme war und ich der aufgeregte Vater der werdenden Mutter). In einem weiteren Sketch stand ich mit meiner Musikerkollegin in einer musikalischen Bütt auf der Bühne (Inhalt war eine Gerichtsverhandlung im Stil des „Königlich Bayerischen Amtsgerichts“).

Eine gelungene Veranstaltung!

Es waren ca. 130 Gäste gekommen., d.h. für die erste alkoholfreie Sitzung war es  ein voller Erfolg. Es konnten Gäste aus der Nähe von Miltenberg bzw. Bad Königshofen begrüßt werden. Auch der bisherige Präsident des Bezirkes Unterfranken im Fasenachtsverband Franken, Kurt Baumeister, nahm die Einladung an und war mit seiner Gattin  gekommen. Die Faschingsgesellschaft Dürrbacher Kaviar  hat ein kurzweiliges, abwechslungsreiches Programm mit Bütten, lustigen Gedichten und tollen Tänzen geboten, das um 19:33 begann und um 23:15 Uhr beendet war.

Der Abend ist gut verlaufen und hat allen Gästen und Mitwirkenden viel Spaß bereitet. Es waren sich alle einig, eine solche Veranstaltung im kommenden Jahr wieder durchzu-führen.

In der örtlichen Presse stieß diese Veranstaltung auch auf sehr positives Echo und hat eine gute Kritik erhalten. Ebenso hat der Bayerische Rundfunk einen Bericht gesendet.

Ich bin der Meinung, eine bessere Werbung, daß auch ohne Alkohol – oder gerade deswegen – Fasching gefeiert werden kann, kann es nicht geben. Von mehreren Bekannten und anderen Würzburger Faschingsgesellschaften bin ich angesprochen worden, die sehr angetan waren, daß wir einen solchen Schritt gewagt haben.

2. Alkoholfreie Sitzung in der Kampagne 2019-2020

Ich denke, einer zweiten alkoholfreien Sitzung in der kommenden Kampage sollte nichts im Wege stehen.  Manfred Marold hat sich spontan bereit erklärt und seine Unterstützung zugesagt. Hierfür im voraus besten Dank.

Abschließend möchte ich auch die Grüße und den Dank der Faschingsgesellschaft Dürrbacher Kaviar für die Unterstützung überbringen. Auch sie waren positiv überrascht.

Wer mehr über die Gesellschaft erfahren möchte bzw. Bilder dieser Veranstaltung sehen will:

Google unter: Faschingsgesellschaft Dürrbacher Kaviar oder FG DÜKA.

Wer mich zu dieser Veranstaltung kontaktieren will: Mail an: info@kreuzbund-wuerzburg.de

Es gibt viel zu tun –packen wir es an

Werner Müller Gruppe VII Würzburg

Der Kilians-Hof – Ein alkoholfreies Urlaubsquartier

Der Kilians-Hof – Ein alkoholfreies Urlaubsquartier

Wie komme ich auf so was?

 

Anfang 2017 war mein Mann in einer Entwöhnungsklinik zur Therapie. Vor der Kur, war bei Ihm der Gedanke da, nach der Therapie moderat weitertrinken zu können. Der Zahn wurde ihm allerdings schnell gezogen. Nur ein abstinentes Verhalten kann zum Erfolg führen.

 

Mit dem Antritt der Kur beschloss ich, mich solidarisch zu zeigen und begann „Alkoholfasten“ (wie ich es nannte). Schließlich war gerade der Fasching um und die Fastenzeit lud dazu ein.

 Mein Mann und ich telefonierten während des Kuraufenthaltes täglich miteinander. Dabei merkte ich, wenn ich mich jetzt nicht dem Problem stelle, bin auch ich auf dem besten Wege zum chronischen Alkoholiker. Ab jetzt hieß es für uns Beide, alkoholfrei zu leben. Aber wie?

 Wir beschlossen, zu lernen mit der neuen Situation umzugehen und für uns das Beste daraus zu machen. Alle alkoholischen Getränke wurden aus dem Haus verbannt. Ist was ist im Haus, würde es so manche kritische Situation geben. Besonders ich bin da gefährdet. Das will ich zu meinem eigenen Schutz umgehen. Die ersten Regeln wurden aufgestellt. Wenn wir Besuch bekommen, gibt es von uns keine alkoholischen Getränke. Wenn sich unsere privaten Gäste etwas mitbringen und die Reste auch wieder mitnehmen, haben wir kein Problem damit.

 Wir vermieten seit Jahren Ferienwohnungen an Urlaubsgäste. Dazu gehört auch, mit unseren Gästen Grillabende zu gestalten. Auch Frühstück und kochen für unsere Gäste gehört zu unserem Angebot. Außerdem gibt es einen Getränkeservice (Getränkekühlschrank). Früher war es üblich, nach der Lamawanderung zum Picknick ein schönes Radler, oder das Likörchen als krönenden Abschuss. Beim gemeinsamen Grillen und Pizzaessen das Glas Wein oder Bierchen. Wer kennt das nicht.

Keiner hatte sich ernsthafte Gedanken über Alkohol und die Gewohnheit gemacht.

 Selbst alkoholfrei zu leben und für andere Alkohol anzubieten passt nicht zusammen. So haben wir uns entschieden, auch unseren Urlaubsgästen ein „Sorglos-Paket“ anzubieten.

 Den Getränkekühlschrank alkoholfrei zu bekommen war die leichteste Übung. Jetzt gibt’s besondere Limos und Säfte oder selbstgemachte Sirups. Meine selbstgemachten und von den Gästen heißgeliebten Marmeladen und Chutneys sind inzwischen auch alle ohne Schuß.

 Ich kenne das Problem, was man als trockener Alkoholiker besonders im Urlaub hat. Der Alkohol in der Hotelbar oder du gehst in eine Wirtschaft, musst immer fragen, „ist da was drinnen?“. Einen Braten mit einer schönen Soße traut man sich ja schon gar nicht bestellen, geschweige denn ein lecker anmutendes Dessert oder eine dunkle Torte. Nachdem mein Sohn Koch ist, weiß ich, in Restaurants wird vorwiegend mit Alkohol gekocht und gebacken. Getränke gibt es meist auch nur aus der Apfelsaft und Limoecke, kreative alkoholfreie Getränke sind Mangelware.

 Bei uns wird mittlerweile absolut alkoholfrei gekocht und gebacken. So kam ich auf den Gedanken: Warum das nicht auch unseren Gästen anbieten? Wer bei uns Urlaub macht und feiern möchte, kann ohne schlechten Gewissens entspannt genießen. Schon beim Ankommen bei uns am Hof wird einem nichts alkoholisches zur Begrüßung angeboten und auch ist im ganzen Haus kein Alkohol zu finden.

Aber auch die Angehörigen profitieren davon. Sie wissen bei mir, da ist eine „cleane Zone“. Da geht Urlaub ohne direktes Risiko. Unser Angebot ist nicht nur für trockene Alkoholiker.

 Bei einem Besuch der Staatssekretärin für Verbraucherschutz dieses Jahr bei uns am Hof haben wir von unserer Idee erzählt. Es wurde begrüßt, alkoholfreien Urlaub zu einem Qualitätskriterium zu machen. Besagte Staatssekretärin hatte erzählt, dass sie unter einer allergischen Reaktion der Bauchspeicheldrüse leidet und deswegen auf Alkohol verzichten muss.

 Auch für Familien mit kleinen Kindern ist es wichtig, dass ohne Alkohol gekocht wird. Nachdem wir auch nach  „alkoholfreier Urlaub“ „gegoogelt“ haben, war das Ergebnis ernüchternd. Gerade mal zwei Artikel waren hilfreich. Das wollen wir ändern. Warum nicht aus “unserer“ Not, eine Tugend machen und dabei auch anderen helfen.

 Der Kilians-Hof bietet mit den urgemütlichen liebevoll eingerichteten  Ferienwohnungen Qualitätsurlaub mit 4-Sterneauszeichnung. Neben den kulinarischen Angeboten, kann man bei uns auch feiern. Es gibt Lamawanderungen mit Picknick. Diese sind auch für Firmenausflüge geeignet. Kreative und traditionelle Kurse, wie Brot backen oder filzen gehören auch zu meinen Angeboten. Zukünftig wird es auch „promillefreie Kochkurse“ geben. Die Kurse können jederzeit gebucht werden, auch wenn man nicht bei uns Urlaubs-Gast ist. Wer mehr wissen will schaut einfach mal rein unter  www.kilians-hof.de

 Eure Familie Dittmann