
Gruppenleiterseminar 2026 – Lernen, Lachen und ein bisschen Bettenbau
Mit 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmern startete unser diesjähriges Gruppenleiterseminar – und gleich zu Beginn wurde klar: Dieses Wochenende würde nicht nur inhaltlich, sondern auch praktisch fordern. Aufgrund von Personalmangel im Seminarhaus hieß es nämlich zunächst: Ärmel hochkrempeln und Betten beziehen. Eine gute Einstiegsübung – und vermutlich die erste „Gruppenaufgabe“ mit sofort sichtbarem Ergebnis.
Nach dem Abendessen am Freitag folgte die offizielle Begrüßung durch Fredi und Gerald. In der anschließenden Vorstellungsrunde zeigte sich schnell die Vielfalt an Erfahrungen und Persönlichkeiten. Bei der Themensammlung wurde deutlich: Stoff für Austausch und Diskussionen gibt es reichlich. Der Abend klang – wie es sich gehört – mit vielen Gesprächen, Wiedersehen und neuen Begegnungen aus.
Der Samstag begann nach einem sehr guten und reichlichen Frühstück (ein wiederkehrendes Highlight des Wochenendes!) mit der inhaltlichen Arbeit. Im Mittelpunkt stand zunächst die Frage:
Was macht eigentlich eine gute Gruppenleitung aus?
In Kleingruppen wurde intensiv diskutiert: Welche Voraussetzungen braucht ein Gruppenleiter? Welche Eigenschaften sind hilfreich – und was sollte man besser nicht sein? Die Ergebnisse zeigten eindrucksvoll, wie viel Verantwortung, aber auch wie viel Feingefühl in dieser Aufgabe steckt.
Im Anschluss wurde es praktisch: In Rollenspielen wurden „besondere Situationen“ aus dem Gruppenalltag nachgestellt – vom neuen Teilnehmer über Konflikte in der Gruppe bis hin zum Rückfall oder dem berühmten „Alkoholfahne-Moment“. Dabei wurde nicht nur gelernt, sondern auch viel gelacht – denn manche Situationen kamen einem doch sehr bekannt vor.
Am Nachmittag ging es um ein oft unterschätztes Thema: Angehörige in der Selbsthilfe. In Gruppenarbeiten wurde erarbeitet, welche Rolle sie spielen, welche Chancen, aber auch Herausforderungen sie mitbringen. Ein kurzer, aber wichtiger Exkurs beschäftigte sich mit der Vermeidung von Trunkenheitsfahrten – ein Thema, das zeigt, wie nah Selbsthilfe auch am ganz konkreten Alltag ist.
Der Abend stand erneut im Zeichen des Austauschs – und spätestens hier wurde klar: Die Mischung aus intensiver Arbeit und lockerem Miteinander macht den besonderen Wert dieses Seminars aus.
Am Sonntag ging es noch einmal in die Gruppenarbeit, diesmal zu den Gruppenregeln. Besonders intensiv wurde das Thema Verschwiegenheit behandelt – auch unter rechtlichen Gesichtspunkten. Ein Punkt, der für Vertrauen und Sicherheit in jeder Gruppe unverzichtbar ist.
In der abschließenden Runde wurde resümiert, reflektiert und auch ein wenig gelobt (zurecht!). Nach dem gemeinsamen Mittagessen – erneut sehr lecker und mehr als ausreichend – traten alle die Heimreise an.
Fazit:
Ein rundum gelungenes Seminar mit vielen Impulsen, praxisnahen Übungen, ehrlichem Austausch – und der Erkenntnis, dass Gruppenleitung viel mehr ist als „nur moderieren“. Und wer weiß: Vielleicht gehört Bettenbeziehen ja ab jetzt fest zum Ausbildungsprogramm.
Siggi KB Gruppe Bad Neustadt

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